forum anders reisen: Aufruf zum Welttourismustag

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Am 27. September ist Welttourismustag. Bei uns wäre der Termin fast durchgerutscht, aber eine Presseinfo des forum anders reisen (far) hat uns rechtzeitig an den Aktionstag erinnert. (Andere Ereignisse wie der Weltlachtag, der Jahrestag der Politischen Lüge und der Welttoilettentag stehen seltsamerweise in unserem Bürokalender.)

“Nachhaltiges Reisen darf kein Lippenbekenntnis bleiben”, fordert das forum anders reisen. Während Angebote wie Shopping-Touren übers Wochenende nach New York oder Golfreisen in Wüstenregionen bei manchen Veranstaltern buchbar sein, möchte das forum anders reisen die Reisebranche dazu ermutigen, sich verstärkt für nachhaltigen Tourismus zu engagieren und mehr Verantwortung für die Auswirkungen der eigenen Angebote zu übernehmen.

Am Beispiel der zitierten New-York- und Golfreisen erläutert das forum anders reisen, was konkret gemeint ist. So entstünden bei einer Flugreise nach New York pro Passagier vier Tonnen klimaschädlicher CO2-Emissionen. Eine Tonne mehr als das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen vorsieht! Und Golfplätze benötigten eine derart ausgiebige Bewässerung, dass die Einheimischen – vor allem in Gebieten mit Wasserknappheit – ihrer Lebensgrundlage beraubt werden würden. Diese Liste ließe sich nahezu beliebig fortführen, so dass vor dem Hintergrund von Klimawandel und Globalisierungs-Auswirkungen ein generelles Umdenken im Reiseverhalten dringend notwendig sei, betont das forum anders reisen.

Volker Häring, der Vorstandsvorsitzende des far: “Nachhaltiges Reisen ist bei vielen Veranstaltern bisher ein Lippenbekenntnis, mit dem das eigene Firmen-Image ’grün gewaschen’ wird. Wir wollen Reiseveranstalter dazu ermutigen, mehr Nachhaltigkeit zu wagen.” Der Verband entwickelte ein  CSR-Zertifizierungsverfahren, mit dem überprüfbar und unabhängig nachhaltigere Reiseprodukte entwickelt und realisiert werden können. CSR steht für “Corporate Social Responsibility” und meint die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Den Zertifizierungsprozess können ab 2010 auch Veranstalter außerhalb des forum anders reisen durchlaufen. Bei erfolgreicher Prüfung können Veranstalter das Qualitäts-Siegel “CSR tourism certified” erhalten.

Nach Ansicht des forum anders reisen würde sich auf Seiten der Reisenden ein Umdenken bereits bemerkbar machen. Die Presseinfo zitiert eine Studie der Forschungsgruppe Urlaub + Reisen (FUR), nach der sich immer mehr Urlauber für die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Reisen interessieren würden. Und die Mitglieder des forum anders reisen stünden trotz der derzeitigen Wirtschaftslage im Augenblick ökonomisch besser dar als herkömmliche Anbieter.

Mag sein, nur muss man sich doch fragen, weshalb dann Angebote wie New-York-Shopping und Golfen in der Wüste überhaupt ein Problem darstellen. Wenn die Nachfrage eh sinkt, werden diese Angebote bald vom Markt verschwinden. Tatsächlich gibt es wohl auf Seiten der Reisenden beide Trends: Zum einen die Gruppe der bewusst Reisenden, die sehr interessiert sind an den ökologischen und sozialen Auswirkungen Ihres Handelns. Und zum andern eine wohl ebenfalls wachsende Zahl an Urlaubern, die zu Hause vielleicht den Müll trennen und ihren Strom vom Öko-Anbieter beziehen, im Urlaub aber aus genau dieser Welt entfliehen wollen.

Informationen zum forum anders reisen und der CSR-Zertifizierung gibt es direkt unter www.forumandersreisen.de.

Ausgezeichnet: TUI-Rundreisen mit Durchführungsgarantie

Die Durchführungsgarantie von TUI für alle Rundreisen auf der Fernstrecke tritt zwar erst Anfang November in Kraft, aber schon jetzt wurde sie mit dem Innovationspreis der Tourismusfachmagazins Travel One ausgezeichnet.

Von der Wintersaison 2009/2010 an garantiert TUI die Durchführung aller Rundreisen auf der Fernstrecke bereits ab zwei Teilnehmern. In der Tat ein interessantes und innovatives Produkt, denn jedes Reisebüro kennt die Enttäuschung von Kunden, denen man kurzfristig vor dem geplanten Reisebeginn mitteilen muss, dass die Rundreise leider mangels Teilnehmern abgesagt werden muss. Andererseits: Gerade das Gruppenerlebnis ist für viele Reisende ein Argument zum Buchen einer Rundreise. Neue Bekanntschaften, der Austausch mit gleichgesinnten Reisenden und der gemütliche Plausch am Abend, wo man bei einem Glas Wein die Erlebnisse des Tages noch einmal rekapitulieren lassen kann. Eine als Gruppenreise gebuchte Rundreise, die dann mit nur zwei Teilnehmern durchgeführt wird, wird sicher manch einem Kunden weniger attraktiv erscheinen als die Möglichkeit, kostenfrei auf einen anderen Termin umzubuchen bzw. stornieren zu können. Aber daran denkt bei der Buchung einer TUI-Rundreise vermutlich kaum jemand, so dass die Durchführungsgarantie für Expedienten zweifellos ein kaum zu überbietendes Verkaufsargument sein dürfte.

Hier finden Sie die entsprechende Presseinformation des TUI-Konzerns.

Winterkataloge: Die Preise fallen!

Wie Spiegel Online heute berichtet, fallen gleich bei einer ganzen Reihe von Reiseveranstaltern im Winterhalbjahr massiv die Preise. TUI, Alltours, Öger Tours oder Thomas Cook: Teils würden die Preise um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach unten gehen, teils sogar um sieben Prozent. Als Grund für die gesunkenen Preise nennt natürlich keiner der Veranstalter dem Spiegel magere Buchungsaussichten. Nein, nein, natürlich nicht. Die Veranstalter geben lediglich die günstigen Einkaufskonditionen von Hotels und Fluglinien an die Kunden weiter. Und die Kerosinpreise seien seit dem letzten Winter ebenfalls stark gesunken.

Es scheint für die Anbieter geradezu eine Schande zu sein, selbst dem Kunden ein gutes Angebot zu machen. Man gibt nur die Preissenkungen anderer an den Kunden weiter. Dass man hier und da auch mal was von seiner eigenen Marge an den Kunden in Form günstiger Preis abgibt, ist scheinbar ausgeschlossen. Komische Branche. In anderen Bereichen (z.B. der Automobilindustrie) überschlagen sich die Anbieter mit Rabatten, und keiner käme je auf die Idee, dies mit gesunkenen Einkaufspreisen bei den Zulieferern zu begründen. Dort ist man stolz darauf, dem Kunden niedrige Preise zu bieten. Die Touristikbranche scheint sich eher dafür zu schämen.

Ryanair: Gibt’s bald Stehplätze im Flieger?

Eines muss man Ryanair ja lassen: Das Unternehmen schafft es immer wieder, sich mit, nun ja, außergewöhnlichen Ideen ins Gespräch zu bringen. Neulich war noch zu lesen, dass man wohl bald für das Benutzen der Bordtoiletten einen Euro berappen müsse. Und heute meldet Spiegel Online den neuesten Geistesblitz von Ryanair-Boss Michael O’Leary: Barhocker statt Sessel. Laut Spiegel sei Ryanair mit Boeing im Gespräch und würde abklären, ob neben Sitzen auch barhockerähnliche Stühle in den Flugzeugen installierbar seien. Das Ziel sei, mehr Passagiere in ein Flugzeug zu quetschen. Die chinesische Fluglinie Airline Spring würde durch derartige Hockerplätze heute bereits bis zu 50 Prozent mehr Passagiere pro Flug unterbringen und so die Kosten um 20 Prozent senken. Tolle Aussichten. Schade, dass reine Stehplätze wohl aus Sicherheitsgründen auch in Zukunft ausgeschlossen sein werden, sonst würde man sich bei Ryanair wohl über kurz oder lang an einen Flug mit dem Charme einer U-Bahn-Fahrt gewöhnen müssen. “Wenn das die Preise drücken kann, machen wir es.”, so zitiert Spiegel Online einen Unternehmenssprecher (allerdings bezogen auf die Barhocker, nicht auf reine Stehplätze). Wenn der niedrige Preis das einzige Kriterium für Ryanair ist, können wir uns in Zukunft wohl noch auf einige Überraschungen gefasst machen…

Reiselust ist ungebrochen

Wir haben es ja geahnt (bzw. erhofft): „Die Deutschen lassen sich die Lust auf Urlaub nicht vermiesen!“ titelt die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen zur Vorstellung der Reiseanalyse 5/2009. 2.000 Personen im Alter von 14 bis 70 Jahren wurden im Zeitraum 14. bis 21. Mai zu ihrem Reiseverhaltens befragt.

Und das Ergebnis: 73 Prozent der Deutschen wollen 2009 mindestens eine Urlaubsreise unternehmen oder sind bereits verreist. Nur 18 Prozent der Befragten sind noch nicht verreist und planen für 2009 auch keine Reise mehr. Die meisten Bundesbürger lassen sich also von Meldungen über die miese Wirtschaftslage die Lust am Urlaub nicht nehmen. Vielleicht führen die schlechten Meldungen beim einen oder anderen ja sogar zu erhöhtem Erholungsbedarf?

Wer allerdings glaubt, dass die Befragten die schwierigen wirtschaftliche Situation schlichtweg nicht wahrnehmen würden, der täuscht sich. Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen würden die Teilnehmer der Studie sowohl die Lage im Lande als auch die persönliche Situation bei ihrer Urlaubsplanung sehr wohl im Auge behalten. Das zeigt sich z.B. daran, dass die Neigung zu Urlaubsplänen in direktem Zusammenhang steht mit der Einschätzung der eigenen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Je positiver die wirtschaftliche Situation eingeschätzt wird, desto höher ist die Neigung, 2009 in Urlaub zu fahren. Eigentlich logisch.

So warnt die Forschungsgemeinschaft auch, dass die momentan noch ziemlich ungebremste Urlaubslust noch einen Dämpfer erhalten könnte, sollten sich die Zukunftsaussichten für einen größeren Teil der Bevölkerung eintrüben. Man liest ja häufig, dass bei vielen Arbeitnehmern der Abschwung erst im Herbst zu spüren sein wird. Zum Glück also erst nach der Hauptreisezeit, könnte man sagen. Also, warten wir’s ab…

Nachtrag: die FVW berichtete am 23. Juni 2009 (Artikel für Abonnenten freigeschaltet) unter Bezugnahme auf eine Studie des Instituts Ipsos Public Affairs von Anfang des Jahres, dass 56 Prozent der Bundesbürger trotz Wirtschaftskrise in den Urlaub fahren würden. Etwas weniger also als die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen prognostiziert. Die Deutschen würden damit im europäischen Vergleich hinter Italien (76 Prozent) und Frankreich (66 Prozent) Platz drei der reisefreudigsten Nationen einnehmen. Und (sehr interessant): Im vergangenen Jahr planten noch acht Prozent mehr Franzosen eine Reise als in diesem Jahr, während es bei den Deutschen nur ein Prozent weniger ist

Urteil: Ryanair muss kostenfreie Zahlungsart anbieten

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, erlitt der irische Billigflieger Ryanair eine Niederlage vor dem Amtsgericht Berlin in der Frage, ob die von Ryanair von den Fluggästen verlangte Sondergebühr für Zahlung per Kreditkarte rechtmäßig sei. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Wer auf der Internetseite von Ryanair ein Flugticket bucht, erlebt spätestens bei der Bezahlung eine Überraschung (so ging es auch mir vor einigen Wochen): Nur die Bezahlung mit der (mir bis dahin gänzlich unbekannten) Visa-Electron-Karte ist nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei Zahlung mit Kreditkarte werden 4 Euro zusätzlich fällig, für Lastschrift-Zahlungen sind es immer noch 1,50 Euro. Dass man vom Kunden Geld dafür verlangt, dass er sein Ticket bezahlt, wirkt in der Tat bizarr, aber an alle möglichen Sondergebühren hat man sich ja auch schon bei anderen Fluggesellschaften gewöhnt. Zumindest eine gebräuchliche Zahlungsart ist aber bei der Konkurrenz kostenfrei (meist die Zahlung per Lastschrift) – die Visa-Electron-Karte kann man aber wohl kaum zu den gebräuchlichen Zahlungsmitteln zählen, zumal diese Prepaid-Karte bei einer Jahresgebühr von 18 Euro und einer Auflade-Gebühr von ein Prozent für die meisten Verbraucher wenig attraktiv sein dürfte.

So sahen es auch die Richter am Berliner Amtsgericht. Es sei keine echte Gegenleistung für die verlangten Zahlungsgebühren ersichtlich, urteilten sie nach Angaben des vzbv. Der bargeldlose Zahlungsverkehr sei im eigenen Interesse der Fluggesellschaft, die gesetzlich verpflichtet sei, Zahlungen für das Ticket anzunehmen. Dafür dürfe Ryanair kein gesondertes Entgelt verlangen.

Die vzbv bezeichnete das Urteil als “weiteren Schritt hin zu mehr Preistransparenz im Internet”. Nach eigenen Angaben hat der Verband seit Mitte 2006 schon 50 Abmahn- und Klageverfahren gegen Fluggesellschaften eingeleitet.

Web 2.0 Wegweiser im Tourismus in neuer Version erschienen

Wie der (ohnehin überaus lesenwerte) Blog Tourismuszukunft berichtet, ist ab sofort Teil zwei des Travel2.0 Wegweisers der Österreich Werbung erschienen. Es geht in dem kostenlos zum Download angebotenen PDF um Möglichkeiten der Tourismusbranche, aktuelle Entwicklungen aus dem Web 2.0 gewinnbringend fürs eigene Marketing zu nutzen. Konkret geht es um Bewertungsplattformen, Community Portale, Einbindung von Videos in Touristik-Websites, Geo-Services und Social Media Applikationen.

Das Ganze ist ausgesprochen lesenswert und informativ. Die meisten Artikel haben eher einführenden Charakter, so dass für Internetprofis vielleicht nicht ganz soviel Neues dabei ist. Aber alleine das breite Spektrum an Themen macht den „Wegweiser“ lesenswert.

Auf dieser Seite können Sie das PDF herunterladen: Travel 2.0 RELOADED.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Um das PDF unverkleinert ausdrucken zu können, wird leider ein DIN A 3 Drucker benötigt, der bestimmt nicht in jedem Büro zu finden ist.

Originelle PR-Aktion: lastminute.de sucht bestgelaunten Menschen Deutschlands

Wenn man grad nichts zu melden hat aus dem Unternehmen, dann ist Kreativität gefragt. lastminute.de fällt mir schon seit längerem äußerst positiv auf (z.B. durch einen Newsletter, der regelmäßig vor Sprachwitz sprüht). Die neueste Idee des Reiseportals: Es wird der bestgelaunte Mensch Deutschlands gesucht. Bewerben muss man sich mit einem Filmchen, der andere mit der eigenen guten Laune ansteckt. Sehr clever, denn die Filme lassen sich dann noch für weitere Presseaussendungen verwerten („Abstimmung hat begonnen“, „Sieger wurde gekürt“ usw.). Die Kosten der Aktion halten sich im Rahmen: Der Sieger bekommt für die kommenden drei Jahre jeweils einen Reisegutscheine à 1.000 Euro.

Eine wirklich pfiffige Idee, bei der man sich gut vorstellen kann, dass eine ganze Menge lustige Filme eingesandt werden. Bei Google findet man jetzt bereits über 300 Treffer bei der Suche nach “lastminute.de sucht bestgelaunten Menschen Deutschlands”. Die Aktion scheint also auf einige Resonanz zu stoßen. Herzlichen Glückwunsch für die tolle Idee!

Peinliche Landsleute: Fremdschämen im Urlaub

Das Meinungsforschungsinstituts Emnid befragte im Auftrag von Reader’s Digest rund tausend Deutsche, ob sie sich im Urlaub schon einmal für das Verhalten von Landsleuten geschämt hatten. 45 Prozent der Befragten konnten es bejahen, und von denen schämten sich besonders viele (nämlich 69 Prozent) für herablassendes Verhalten anderer Touristen aus Deutschland gegenüber Einheimischen. Knapp geschlagen geben mussten sich die Peinlichkeiten „betrunkene Landsleute“ (dafür schämen sich 67 Prozent der Deutschen), „übertriebene Beschwerden“ (64 Prozent) und „unpassende Kleidung“ (immerhin 62 Prozent).

Interessant (aber wohl nicht überraschend) ist, dass die Häufigkeit des „Fremdschämens“ mit dem Bildungsabschluss steigt: So würden sich nur zwölf Prozent der Befragten ohne Berufsausbildung für unpassendes Verhalten der Deutschen auf Reisen schämen, aber 61 Prozent derer, die Abitur oder einen Hochschulabschluss haben.

Was sagt uns nun dieses Ergebnis? Ist es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass sich viele Deutsche schon einmal für Landsleute geschämt haben? Um ein Verhalten als peinlich zu empfinden, muss einem ja erst einmal bewusst sein, dass das entsprechende Verhalten nicht angemessen ist. Und wenn besonders vielen Reisenden bewusst ist, welche Verhaltensweisen unangemessen sind, dann ist das ja zunächst einmal kein schlechtes Zeichen, finde ich.

Interessant wäre eine länderübergreifende Untersuchung, bei der untersucht werden würde, ob britische Urlauber sich häufiger oder weniger oft für betrunkene Landsleute schämen und ob russische oder chinesische Touristen drängelnde oder sich lautstark unterhaltende Landleute als unangenehm empfinden.

n-tv lässt Service-Qualität in Online-Reisebüros untersuchen

Das n-tv Ratgeber-Magazin beauftragte das Deutsches Institut für Service-Qualität mit einer Untersuchung der Service-Qualität deutscher Online-Reiseanbieter. Unter den untersuchten Portalen waren Reiseveranstalter wie Alltours oder Tjaereborg genauso vertreten wie reine Mittler wie opodo oder payback-reisen.de.

Bemängelt wurden von den Testern, wie einer Presseinformation vom 21. Mai zu entnehmen ist,  vor allem Schwächen in der telefonischen Beratung, die, so dass Institut, „in weiten Teilen zu wünschen übrig“ lasse. Vor allem wurden lange Wartezeiten, Kompetenz und Freundlichkeit vermisst, zum Teil wurde auf Fragen aber auch gar nicht geantwortet.

Unklar bleibt leider, ob die verschiedenen Reiseportale zur gleichen Tageszeit und am gleichen Wochentag angerufen wurden, was für die Wartezeit natürlich einen erheblichen Unterschied ausmachen kann. Auch der Zeitraum, in dem die Tests erfolgten, wäre interessant, denn Engpässe, z.B. aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen, hat natürlich jeder einmal zu verkraften. Da aber insgesamt „mehr als 800“ Testanrufe erfolgten, kann man davon ausgehen , dass zumindest für den (leider unbekannten) Testzeitraum ein halbwegs repräsentatives Bild für die 27 getesteten  Reiseportalen ermittelt wurde.

Negativ fiel den Testern auf, dass viele Portale in der Trefferliste alle passenden Reisen auflisten – ohne zuvor die Reisen auf Vakanzen zu überprüfen. Man muss wohl sogar befürchten, dass dies nicht nur für „viele“ Portale gilt, sondern für ausnahmslos alle, denn ein „Live.-Vakanzabgleich“ zum Zeitpunkt der Suchanfrage, hat meines Wissens kein Reiseportal realisiert (ausgenommen sind höchstens die Internetangebote von Reiseveranstaltern, die ausschließlich ihre eigenen Reisen anbieten).

Bei der Service-Qualität gingen alltours.de vor tjaereborg.de und nix-wie-weg.de als Sieger hervor. Da auch die Preise der angebotenen Reisen verglichen und in das Gesamtergebnis einbezogen wurden, hieß die Reihenfolge der Sieger am Ende alltours.de  vor nix-wie-weg.de und otto-reisen.de. Beim Konditionen-Vergleich wurde offenbar lediglich überprüft, wie teuer die günstigsten angebotene Reise zu einem bestimmten Reisetermin und -ziel war. Ob die Reisen hinsichtlich ihrer Qualität vergleichbar sind, spielt offenbar keine Rolle.